Kloster Maria Hilf öffnet seine Pforten am Tag des Offenen Klosters

Am kommenden Samstag (21. April 2018) findet zum zweiten Mal ein bundesweiter „Tag der offenen Klöster“ statt. Unter dem Leitthema „Gut. Wir sind da.“ öffnen über 230 Klöster und Ordensniederlassungen ihre Türen darunter auch das Kloster Maria Hilf in Heidenfeld. Ein tolles Video der Deutschen Ordensobernkonferenz macht neugierig auf den Blick hinter die Kulissen: https://www.youtube.com/playlist?list=PLiFssZfVBhbztLnenbOqRjiu7u1POyjvv.

Abt Hermann-Josef Kugler O.Praem., Vorsitzender der Deutschen Ordensobernkonferenz (DOK), freut sich auf das Ereignis: „Wir Ordensleute wollen damit bewusst in die Öffentlichkeit gehen, um die Verschiedenheit der Charismen und Lebensweisen zu zeigen. Viele Menschen haben einen verkürzten Eindruck: Die Ordensfrau läuft mit dem Schleier herum und der Mönch mit der Kapuze. Aber die Ordenslandschaft ist sehr viel bunter, die Ausrichtungen der Orden sind deutlich vielfältiger. Oft merken wir, dass sich bei Gästen unserer Konvente das Bild vom Klosterleben durch einen Besuch ändert.“

Organisiert wird der „Tag der offenen Klöster“ durch die Deutsche Ordensobernkonferenz in Zusammenarbeit mit den Klöstern und Ordensgemeinschaften, die sich daran beteiligen. Über alle teilnehmenden Gemeinschaften informiert die Internetseite www.tag-der-offenen-klöster.de. Eine Landkarte bietet eine detaillierte Übersicht über die Veranstaltungen an diesem Tag.

Der in der Deutschen Bischofskonferenz für die Ordensgemeinschaften zuständige Bischof Dr. Felix Genn (Münster) begrüßt, dass sich die Klöster öffnen. „Schwestern und Brüder, die ihr Leben in besonderer Weise der Nachfolge Christi geweiht haben, geben der Kirche Gesicht. In vielen großen Pfarreien sind ihre Gemeinschaften Geistliche Zentren und spirituelle Kristallisationsorte. Sie machen die Kirche berührbar und antreffbar. Durch diesen Tag zeigen die Ordensgemeinschaften, dass die Kirche offen ist für alle Menschen - vor allem für die Suchenden und Fragenden.“

Bundesweit können Gäste am „Tag der offenen Klöster“ die Verschiedenartigkeit der Konvente und Ordensgemeinschaften kennenlernen. Sowohl große Benediktinerabteien als auch kleine Kommunitäten in den Großstädten stehen Besuchern offen. Allein in München nehmen sechzehn Ordenshäuser am „Tag der offenen Klöster“ teil, in ganz Bayern sind es rund 80 Klöster, die ihre Pforten öffnen. 50 Klöster sind es in Nordrhein-Westfalen und 26 in Baden-Württemberg. Klöster mit einer jahrhundertealten Tradition wie die Cistercienserinnen-Abtei Lichtenthal, die seit über 750 Jahren durchgängig besteht, sind ebenso dabei wie Gemeinschaften, die erst wenige Jahrzehnte alt sind. Das Benediktinerkloster Nütschau ist das nördlichste deutsche Kloster, das den Besuchern Einblicke ermöglicht, das klösterliche Gästehaus St. Theresia in Eriskirch am Bodensee ist das südlichste. Unter den „offenen Klöstern“ finden sich Häuser sogenannter „tätiger“ Ordensgemeinschaften, die sich vor allem caritativen Aufgaben oder der Bildung widmen, aber auch kontemplative Klöster, bei denen der Schwerpunkt des Tagesablaufs auf Gebet und Schweigen liegt.

Angebot und Programm sind von Kloster zu Kloster unterschiedlich. Überall geht es darum, die Ordensfrauen oder -männer kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Neben Führungen und Rundgängen in Kloster- und Wirtschaftsgebäuden bereichern kulturelle Angebote das Programm. Konzerte und Vorträge, aber auch Filmvorführungen oder Ausstellungen können besucht werden. In vielen Klosterkirchen und -kapellen kann gemeinsam mit den Schwestern oder Brüdern gebetet werden. Abt Hermann-Josef: „Immer mehr Menschen sind auf der Suche nach geistlicher Begleitung, suchen Orte, um zur Ruhe zu kommen oder teilen die Faszination am kulturellen Erbe der Orden. So wollen wir am ‚Tag der offenen Klöster' einladen, unser Leben kennenzulernen und sich selber ein Bild zu machen, wie Leben im Kloster im 21. Jahrhundert aussieht.“

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